Facharbeiter/-in Bienenwirtschaft

Berufsprofil und Anforderungen

Auf der süßen und blühenden Seite des Lebens stehen
Ob die Biene ein "Haustier" im klassischen Sinn ist oder nicht, darüber lässt sich trefflich streiten.
Unbestritten ist, dass die Welt um einiges ärmer wäre und die meisten Obstsorten verschwinden würden, wären da nicht die unzähligen fleißigen Bienen! Geschätzte zehn bis zwanzig Millionen Bienen sichern in Österreich nicht nur die Versorgung mit Honig, sondern auch die Bestäubung der heimischen Pflanzenwelt und landwirtschaftlichen Kulturen.
Bei diesem Beruf kommt es auf Naturliebe, Lernbereitschaft, Beständigkeit und Gewissenhaftigkeit an. Wer behutsam und mit dem nötigen Respekt mit den Bienen arbeitet, muss auch keine Angst vor Stichen haben.
Als Tüftler und findige Natur bist du in der Imkerei bestens aufgehoben. Klar, dass Honig nach wie vor das wichtigste Produkt ist. Aber immer mehr Konsumenten schätzen Kerzen aus Bienenwachs, Propolis,  Met und neuerdings auch Essig, Schnaps und Bier.

Diese Voraussetzungen bringt du mit ...

Die Ausbildung zum/zur Facharbeiter/-in Bienenwirtschaft dauert drei Jahre und schließt mit der Facharbeiterprüfung ab. Einstiegsvoraussetzungen sind der Abschluss der neunten Schulstufe, ausgeprägte  Liebe zur Natur und eine sehr gute Beobachtungsgabe. Du bist körperlich fit, begeisterungsfähig, kreativ und zeichnest dich durch hohe Kooperationsfähigkeit und Marktorientierung aus.

... und das lernst du in den drei Jahren

  • Körperbau, Funktion und Lebenszyklus der Bienen
  • Die drei Bienenwesen (Königin, Drohnen, Arbeiterbienen)
  • Lebensbedürfnisse der Bienen
  • Bestäubungstätigkeit der Bienen und Bienenweide
  • Herstellung imkerlicher Einrichtungen und Hilfsmittel aus Holz
  • Pflegemaßnahmen im Jahresablauf sowie Maßnahmen zur Erhaltung der Bienengesundheit
  • Kenntnis über die wichtigsten Bienenkrankheiten und -Schädlinge
  • Arbeitssicherheit und Vermeidung von Bienenstichen bzw. das Verhalten danach
  • Ertragsoptimierung
  • Erzeugung und Vermarktung von Bienenprodukten
Autor:
Redaktion Tirol
12.04.2016