Allgemeine Geschäftsbedingungen

der Land- und forstwirtschaftlichen Lehrlings- und Fachausbildungsstelle Wien für kostenpflichtige Ausbildungsmaßnahmen
In den folgenden Geschäftsbedingungen wird die Land- und forstwirtschaftliche Lehrlings- und Fachausbildungsstelle Wien, eingerichtet in der Wiener Landwirtschaftskammer, als "LFA" kurzgeführt.
1. Voraussetzung für die Teilnahme an Ausbildungsmaßnahmen der LFA
Die Teilnahme an den Ausbildungen steht prinzipiell jedem/jeder offen. Die Ausbildungsvoraussetzungen leiten sich aus den gesetzlichen Vorgaben ab. Die LFA bezieht sich dabei auf die Wiener land- und forstwirtschaftliche Berufsausbildungsordnung 1992 (LfBAO) und auf die Verordnung "Verordnung der land- und forstwirtschaftlichen Lehrlings- und Fachausbildungsstelle, mit der eine Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Land- und Forstwirtschaft festgelegt wird", sowie auf die Ausbildungs- und Prüfungspläne der jeweiligen Ausbildungsgebiete.



2. Anrechnung von Prüfungsgegenständen
Gegenstände von bereits absolvierten Berufsausbildungen, außerhalb der Fachbereiche der Land- und Forstwirtschaft können durch die LFA angerechnet werden, wenn sie hinreichend den Inhalten der Ausbildungs- und Prüfungsgegenständen entsprechen. Ein Rechtsanspruch auf Anrechnungen von Erstausbildungen, außerhalb der Land- und Forstwirtschaft, für Ausbildungen, besteht nicht.

Für vorangegangene Berufsabschlüsse aus dem Bereich der Land- und Forstwirtschaft sind Regelungen in dem unter Punkt 1 genannten Gesetz und den Verordnungen angeführt. Die Anrechenbarkeit dieser bereits absolvierten Berufsausbildungen wird individuell geprüft und per Bescheid an den Antragsteller ausgestellt.

Die in Ausnahmefällen fachlich begründete Gestattung von Anrechnung einzelner Fächer, in den jeweiligen Ausbildungsmodulen, hat keine Reduktion des jeweiligen Kurs- bzw. Modulbeitrages zur Folge.  


3. Anwesenheitspflicht
Der erfolgreiche Besuch der Ausbildungslehrgänge ist Voraussetzung, wie in der LfBAO 1992 angeführt, um zu der jeweiligen Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Ein erfolgreicher Besuch ist bei einer Anwesenheit von mindestens 80 % gegeben.



4. Anmeldung/ Abmeldung
Die Anmeldungen zu den Ausbildungs- und Prüfungsmaßnahmen sind mittels Fachbereich entsprechendem Anmeldeformular via Fax, E-Mail oder persönlich im Büro der LFA vorzunehmen. Für die Ausbildungs- und Prüfungsmaßnahmen besteht eine Anmeldefrist. Diese werden auf den zugehörigen Anmeldeformularen kommuniziert und können telefonisch in der LFA erfragt werden. Nach Ablauf der Anmeldefrist behält sich die LFA das Recht vor, InteressentInnen auf den nächstmöglichen Termin der Ausbildungs- oder Prüfungsmaßnahme zu verweisen.

Die Ausbildungsmaßnahmen haben eine begrenzte Anzahl an Ausbildungsplätzen. Die Reihung erfolgt nach Eingangsdatum der vollständigen Anmeldeunterlagen. Jedoch ist eine Vorreihung für Mitglieder der beiden Interessenvertretungen, die die LFA führen, möglich. Nach einer erfolgreichen Anmeldung ergeht an Angemeldete eine schriftliche Bestätigung per Email, auf Wunsch postalisch, die den entsprechenden Ausbildungsplatz nachweisen. Bei unentschuldigtem Nichterscheinen am ersten Ausbildungstag kann der Ausbildungsplatz an weitere InteressentInnen vergeben werden.



5. Stornobedingungen:
Die Anmeldungen kann bis zu zehn Tage vor Beginn kostenfrei storniert werden. Bei Stornierungen nach Ablauf dieser Frist behält sich die LFA die Vorschreibung von 30 % des Teilnahmebetrages als Stornoaufwand vor. Bei unentschuldigtem Fernbleiben von der Ausbildungsmaßnahme wird der gesamte Kursbeitrag in Rechnung gestellt.



6. Kursbeiträge
Für Vorbereitungslehrgänge der FacharbeiterInnenprüfung und MeisterInnenprüfung werden Kursbeiträge verrechnet. Die jeweiligen Beiträge variieren in den Ausbildungsgebieten und werden auf der Website oder in schriftlichen Kursbewerbungen und auch telefonisch im LFA Büro kommuniziert. Angerechnete Prüfungsgegenstände (Module) können den Kursbeitrag reduzieren.

Die Kursbeiträge beinhalten keine Unterkunfts- und Verpflegungskosten und sind binnen 4 Wochen nach Rechnungserhalt zu begleichen. Eine gänzliche Begleichung der offenen Kurs- bzw. Modulbeiträge ist Voraussetzung um an der weiteren Ausbildungsmaßnahme und bei den Abschlussprüfungen teilnehmen zu dürfen.

Prüfungsbeiträge samt Prüfungsgebühren sind unbedingt vor der Prüfung zu begleichen und somit als Voraussetzung für den Prüfungsantritt zu werten (§ 15 Abs. 2 der Verordnung der land- und forstwirtschaftlichen Lehrlings- und Fachausbildungsstelle, mit der eine Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Land- und Forstwirtschaft festgelegt wird, sowie § 33 Abs. 2 LfBAO). Nimmt einE PrüfungskandidatIn den zugewiesenen Prüfungstermin trotz Anmeldung und beglichenen Prüfungsbeitrag nicht wahr, so wird dieser Betrag nicht refundiert (§ 33 Abs. 3 LfBAO).



7. Veranstaltungsabsage
Die LFA behält sich vor, bei einer zu geringen Zahl von Anmeldungen die geplante Ausbildungsmaßnahme abzusagen. In diesem Fall oder für sonstige Gründe einer Absage (Bsp: Erkrankung eines Referenten, höhere Gewalt, o.a.) werden bereits bezahlte Kursbeiträge rückerstattet. Die LFA versucht die ausgesandten organisatorischen Unterrichtsplanungen bei laufenden Kursen einzuhalten. Dabei behält sie sich Änderungen bei Terminen, Beginnzeiten, Veranstaltungsorten und ReferentInnen vor. TeilnehmerInnen werden dabei in geeigneter Weise rechtzeitig verständigt. Aus Absagen der gesamten Ausbildungsmaßnahme können- abgesehen von der Rückerstattung des vorbei bezahlten Kursbeitrages- keine weiteren Ersatzansprüche geltend gemacht werden. Bei Änderungen in Termin, Zeit, Ort und Referent, bei gleichwertigem Ersatz, können keine Ansprüche geltend gemacht werden.



8. Datenschutz
Alle persönlichen Angaben der TeilnehmerInnen werden grundsätzlich vertraulich behandelt. Mit der unterfertigten Anmeldung beziehungsweise mit der Übermittlung der Daten willigen die Teilnehmenden bzw. Interessentinnen jedoch ein, dass personenbezogene Daten (Vor- und Nachname, Titel, Geburtsdatum, SVNR, Geburtsort, Firmenname, Firmenadresse, Betriebsnummer, Telefon- und Handynummer, E-Mail Adressen, Zusende- oder Privatadresse), die elektronisch, telefonisch, mündlich, per Fax oder schriftlich übermittelt werden, gespeichert und für die Übermittlung von Informationen und zur Qualitätssicherung verwendet werden dürfen.
Die Teilnehmenden akzeptieren außerdem, dass durch den behördlichen Auftrag der LFA, Daten an andere Behörden und Ämter (§ 10 Abs. 2 Bildungsdokumentationsgesetz (BGBl. 12/2002)) jährlich weitergegeben werden müssen.



9. Schulungsunterlagen, Bild- und Tonaufnahmen
Den Teilnehmenden überlassene Seminarunterlagen oder Datenträger dürfen ohne ausdrückliche Genehmigung des Vortragenden und der LFA weder vervielfältigt noch Dritten überlassen werden. Die Anfertigung von Bild- und Tonaufnahmen ist ebenfalls ohne ausdrückliche Erlaubnis des Vortragenden und der LFA nicht erlaubt.



10. Bildaufnahmen und Veröffentlichung
TeilnehmerInnen nehmen zur Kenntnis, dass bei Ausbildungsmaßnahmen und bei nachbereitenden Maßnahmen (Bsp.: Überreichung der Abschlussbriefe) Fotografien und/oder Filmaufnahmen erstellt werden und zum Zweck der Nachberichtserstattung in Medien verschiedenster Art der LFA und nahestehende Verbände und Organisationen veröffentlicht werden können. Mit dem unterfertigen der Anmeldung erklären Sie sich mit diesen Nutzungen einverstanden. Sollten Sie Einwände haben, so ist dies der LFA zu melden und vor Beginn der Veranstaltungen gegenüber dem Vortragenden zu berichten.



11. Ausschluss von Ausbildungsmaßnahmen Wenn es die Gewährleistung der Ausbildungsziele erfordert, behält sich die LFA vor, aus berechtigtem Interesse mit sachlichen Gründen Teilnehmende von der Ausbildungsmaßnahme auszuschließen. Das berechtigte Interesse liegt vor, wenn Teilnehmende aggressives, stark bewusstseinsbeeinträchtigtes oder destruktives Verhalten gegenüber anderen Teilnehmenden, Vortragenden oder MitarbeiterInnen der LFA zeigen. Das Ausschließen beinhaltet die Nicht-Zulassung zu bzw. Wegweisung von einer Ausbildungsveranstaltung, ohne Rückerstattung eines allfälligen Kursbeitrages.



12. Teilnehmende mit besonderen Bedürfnissen
Die LFA begrüßt die Chancengleichheit ausdrücklich und ist bemüht Teilnehmende bestmöglich in ihrem Ausbildungsvorhaben zu unterstützen. Teilnehmende mit besonderen Bedürfnissen bitten wir, rechtzeitig vor der Ausbildungsmaßnahme mit der LFA in Kontakt zu treten.



13. Haftungsausschluss
Die LFA übernimmt trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität von Kursunterlagen und sonstigen im Rahmen der Ausbildungsmaßnahmen verwendete Publikationen und haftet auch nicht für die Richtigkeit der von den jeweiligen Vortragenden geäußerten Ansichten, Standpunkten, Rechtsmeinungen, etc.



14. Rechtsmittel
In behördlichen Angelegenheiten gilt für das Verfahren bei der Land- und forstwirtschaftlichen Lehrlings- und Fachausbildungsstelle das Allgemeine Verwaltungsverfahrensgesetz (AVG). Berufungen gegen Bescheide der Lehrlings- und Fachausbildungsstelle sind mit dem bezugnehmenden Akt ohne unnötigen Aufschub der Landesregierung zur Entscheidung vorzulegen. Die Landesregierung ist gegenüber der Lehrlings- und Fachausbildungsstelle die sachlich in Betracht kommende Oberbehörde im Sinne des Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetzes (AVG).

15. Ihre Ansprechpersonen zu den AGB´s


Vorsitzender des paritätischen Ausschusses der Lehrlings- und Fachausbildungsstelle Wien:
Mag. Christian Reindl
Gumpendorfer Straße 15, 1060 Wien
christian.reindl@lk-wien.at
01/5879528-27

Geschäftsführer der Lehrlings- und Fachausbildungsstelle Wien:
Tobias Lang
Gumpendorfer Straße 15, 1060 Wien
tobias.lang@lk-wien.at
01/5879528-38
Autor:
Redaktion Wien
30.10.2018