Lehrverhältnis

Grundlage ist ein Lehrvertrag auf einem anerkannten Lehrbetrieb oder einer Ausbildungseinrichtung.
Jedes Lehrverhältnis ist ein Ausbildungsverhältnis.
Als Lehrling kann man nur aufgenommen werden, wen man körperlich und geistig für den Lehrberuf geeignet ist und die Schulpflicht absolviert hat. Die Lehrlingsausbildung darf nur in einem anerkannten Lehrbetrieb von einem anerkannten Lehrberechtigten erfolgen. Eine Lehre am elterlichen Betrieb (Heimlehre) ist unter den genannten Voraussetzungen ebenfalls möglich.
 
Dem Lehrling gebührt eine Lehrlingsentschädigung unter Berücksichtigung gewährter Naturalleistungen (siehe Lehrlingsentschädigung – Kollektivverträge). Während der Lehrzeit hat der Lehrling die landwirtschaftliche Berufschule zu besuchen (in der Regel 10 Wochen jährlich).
Der Lehrberechtigte ist auf Verlangen verpflichtet, den Lehrling noch 3 Monate nach Beendigung des Lehrverhältnisses zu behalten (Behaltepflicht). Das Lehrverhältnis kann vor Ablauf der Lehrzeit nur aus den in der Landarbeitsordnung genannten Gründen gelöst werden.  
 
Bei einvernehmlicher Auflösung ist eine Belehrung über die Folgen der Auflösung durch ein Gericht (Amtsbescheinigung) oder der gesetzlichen Interessensvertretung (Nö. Landarbeiterkammer) erforderlich.
Die vorzeitige Auflösung des Lehrverhältnisses muss schriftlich erfolgen und bedarf der Zustimmung der Lehrlingsstelle. Das Lehrverhältnis kann vor Ablauf der Lehrzeit auch einvernehmlich gelöst werden. Seit 2008 können Lehrverhältnisse auch seitens des Lehrberechtigten zum Ablauf des 12 bzw. 24 Ausbildungsmonats unter Einhaltung einer einmonatigen Frist einseitig außerordentlich aufgelöst werden, wenn vorher ein Mediationsverfahren durchgeführt wurde.

FORMULARE sind unter folgendem LINK herunterzuladen:
Autor:
Redaktion Niederösterreich
02.03.2015