Die Lehre - eine duale Berufsausbildung

Nachstehend ein Auszug über die wesentlichen Punkte aus der Wiener Landarbeitsordnung 1990, Fassung 1. April 2015.

Die Lehre

Das Lehrverhältnis ist ein Ausbildungsverhältnis.

Als Lehrling kann aufgenommen werden, wer für die in Aussicht genommene Ausbildung geeignet ist und die allgemeine Schulpflicht erfüllt hat.

Die Lehrlingsausbildung erfolgt in anerkannten Lehrbetrieben oder in besonderen selbständigen Ausbildungseinrichtungen. Wenn die Voraussetzungen gegeben sind, kann der Lehrling auch im elterlichen Betrieb ausgebildet werden (Heimlehre).
Die Lehre hat die Grundlage des praktischen Könnens und Wissens im Beruf zu vermitteln und den Lehrling mit allen in das Fach einschlägigen Arbeiten vertraut zu machen.

Jedem Lehrling gebührt eine Lehrlingsentschädigung.

Der Lehrberechtigte ist verpflichtet, den Lehrling nach Ablauf der Lehrzeit drei Monate im erlernten Beruf weiter zu verwenden (Behaltepflicht)

Es ist auch mögliche eine Integrative Berufsausbildung im Gartenbau zu machen. (Link unten)

Die Lehrzeit

Die Lehrzeit dauert in allen Ausbildungszweigen drei Jahre. Sie kann bei Wiederholung einer Berufsschulklasse oder nicht bestandener Facharbeiterprüfung höchstens um ein Jahr verlängert werden.

Die ersten drei Monate der Lehrzeit gelten als Probezeit, während der das Lehrverhältnis von beiden Teilen, im Falle der Minderjährigkeit des Lehrlings von seinem gesetzlichen Vertreter, ohne Angabe von Gründen jederzeit gelöst werden kann.

Der Schulunterricht und die Fachkurse für den Lehrberuf Gartenbau werden in der Berufsschule für Gartenbau und Floristik in Wien Kagran abgehalten.

Lehrvertrag und Lehranzeige

Das Rechtsverhältnis zwischen Lehrling und Lehrberechtigten ist durch einen Lehrvertrag zu regeln.

Der Lehrvertrag bedarf der Schriftform und ist zwischen dem Lehrberechtigten einerseits und dem Lehrling, im Fall seiner Minderjährigkeit durch dessen gesetzlichen Vertreter, andererseits abzuschließen und erhält Gültigkeit durch die bescheidmäßige Genehmigung seitens der Land- und forstwirtschaftlichen Lehrlings- und Fachausbildungsstelle. Der Lehrvertrag ist der Land- und forstwirtschaftlichen Lehrlings- und Fachausbildungsstelle in vierfacher Ausfertigung vorzulegen.

Der Lehrvertrag erlischt mit Beendigung des Lehrverhältnisses.

Pflichten des Lehrlings

Der Lehrling

.... hat sich zu bemühen, die für die Erlernung des Lehrberufes erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben; er hat die ihm im Rahmen der Ausbildung übertragenen Aufgaben ordnungsgemäß zu erfüllen.

.... ist verpflichtet, mit den ihm vertrauten Werkstoffen, Tieren, Maschinen Werkzeugen und Geräten sorgsam umzugehen und die Unfallverhütungsvorschriften zu beachten.

.... hat den Unterricht in der Berufsschule und die vorgeschriebenen Fachkurse regelmäßig und pünktlich zu besuchen. Er hat dem Lehrberechtigten das Zeugnis der Berufsschule (des Fachkurses) unmittelbar nach Erhalt und auf Verlangen die Hefte und sonstigen Unterlagen, insbesondere auch die Schularbeiten, vorzulegen.
Autor:
Redaktion Wien
11.03.2016